Mittwoch, 6. Oktober 2010

Vatikan erzürnt über Nobelpreisvergabe!


Der Vatikan hat die Vergabe des Medizin-Nobelpreises an den Erfinder der künstlichen Befruchtung, Robert Edwards, gerügt. Die Entscheidung sei "deplatziert", so der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Ignacio Carrasco de Paula. Edwards sei verantwortlich für die Vermarktung von Eizellen und die große Zahl von gekühlten Embryonen, die mit großer Wahrscheinlichkeit zum Sterben verurteilt seien.

Leiber Vatikan: Was sollen wir denn sagen. Kühl ist uns dreiviertel des Jahres und sogar mit Sicherheit zum Sterben verurteilt, sind wir letztlich auch. Aber wenn es mal medizinischen Fortschritt bei der Teufelsaustreibung gibt, lass es uns wissen. Wir schlagen Ratzi sofort vor!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Ungarn: Tödlicher Giftschlamm

Bei einem Unfall in einer ungarischen Fabrik sind vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Auffangbecken der Fabrik in der Stadt Lecsó war am Montag zerborsten. Bei dem Unfall wurden 120 Menschen verletzt.



Die rote Brühe, ein Gemisch aus Schwermetallen, Paprika und Knoblauch, verursacht bei den Betroffenen chemische Verbrennungen, die zu Schäden des tiefer sitzenden Hautgewebes führen können, aber recht gut mit Unicum behandelt werden können, wie der Arzt Istvan Eszbesztek erklärte. Die Bevölkerung von Lecsó ist hingegen aufgebracht: "Und wir müssen diesen Skandal auslöffeln!"

Montag, 4. Oktober 2010

Neue Beweise!




Integration ist doch scheiße!

BKA: Verbrechen lohnen sich wieder!


(Das BKA fragt heute: Wer kennt den Mann, der hier Rene Obermann die ganze Knete in die Hand drückt?)

Ein Geheimpapier des Bundeskriminalamts (BKA) listet zahlreiche Kriminalfälle auf, die nur wegen der gestoppten Vorratsdatenspeicherung nicht hätten begangen - zumindest aber verfolgt - werden können. Darunter sind ein angedrohter Sprengstoffanschlag, mehrere Handtaschendiebstähle, Verstöße des Internets gegen die Ladenöffnungszeiten und dubiose Angebote über marginale Penisverlängerungen. Nach Aussagen von BKA-Präsident Jörg Ziercke ist der Grund hierfür, dass das Bundesverfassungsgericht am 2. März die "anlasslose" Speicherung von Telefon- und Internetdaten verboten hatte. Telefon- und Internetprovider müssen seitdem die gesammelten Daten nach einer Woche löschen - mit der Folge, dass die Daten futsch sind, wenn das BKA nach einigen Monaten des Nachdenkens dann doch mit den Ermittlungen beginnen möchte. Politiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion pochen nun auf eine Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung. Unionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) klagte, dass sich das Internet immer mehr zum "strafverfolgungsfreien Raum" entwickele. Und der Innenexperte der Union, Hans-Peter Uhl von der CSU, warf Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aufgrund ihrer "zögerlichen" Haltung gar "schuldhaftes Unterlassen" vor. Falls die FDP-Politikerin nicht rasch einen Gesetzesvorstoß mache, mache sie sich persönlich für alle Verbrechen verantwortlich, bei denen ein Telefon oder ein Computer in Reichweite gewesen wäre.
Auch WUNST möchte bei dieser Empörung nicht hinten anstehen und fragt nach: Wie kann es sein, dass ein solches Geheimpapier in die Hände des konservativen Kampfblatts "Die Welt" gelangt? Da Karlsruhe nur die "anlasslose" Speicherung von Telefon- und Internetdaten verboten hat, welche Nichtigkeiten verfolgt das BKA denn den ganzen Tag? Welche ungeklärten Verbrechen der Weltgeschichte bleiben wegen Frau Leutheusser-Schnarrenberger ungesühnt? Wenn die Telekom alle Nachweise nach einer Woche löschen darf, warum findet die Staatsanwaltschaft immer noch soviel Material gegen Telekom-Chef Obermann? Telefoniert er mit O²? Wenn Herrn Zierke die Indizien ausgehen, warum schaut er nicht einfach mal auf Wikileaks nach???

Samstag, 2. Oktober 2010

Niebel lenkt ein.



Nach heftiger Kritik an den Kürzungen der Zahlungen des Deutschen Entwicklungshilfeministeriums an den Globalen Aids-Fonds, rudert der verantwortliche FDP-Minister Dirk Niebel zurück. Vom leider derzeit erkrankten Finanzminister Schäuble erbat er nun je 200 Millionen für 2012 und 2013. Begründet hat er dies allerdings nicht damit, dass hierdurch eines der reichsten Länder der Welt einen bescheidenen Beitrag zur Linderung der Folgen dieser Krankheit leisten könnte, sondern damit dass Deutschland derzeit auf einem Sitz im UN-Sicherheitsrat geiert und selbst auch Außenminister Westerwelle nicht zu sagen vermochte, wer hierfür und womit geschmiert werden müsste. So wundert es sich nicht, dass ein Sprecher der Aids-Hilfe Nairobi äußerte: "Viele meiner afrikanischen Freunde leiden unter Aids, aber sie sagen, noch mehr leiden sie unter Dirk Niebel."



(Abb. Minister Niebel nähert sich No-Angel-Star Nadja Benaissa)

20 Jahre Deutsche Einheit

In ganz Ost-Deutschland finden zur Stunde ausgelassene Feiern zum 20sten Jahrestag der deutschen Einheit statt. Politiker fast aller Parteien betonten in ihren spontan gehaltenen Reden, dass für die Bürgerinnen und Bürger im Beitrittsgebiet die neugewonnenen Rechte auf freie Meinungsäußerung, die Versammlungsfreiheit und die Reisefreiheit besondere Bedeutung genießen. Kanzlerin Merkel erklärte, dass heute niemand mehr Angst haben müsste, von der Polizei bei Demonstrationen zusammengeknüppelt, mit Wasserwerfern oder Reizgas angegriffen zu werden, außer er ist Stuttgarter Schüler und möchte gegen eine Baumfällgenehmigung protestieren.


(Abb. Als Maßnahme der politischen Bildung aus Anlass des Jahrestags der deutschen Einheit stellt die badenwürtembergische Landesregierung den Alltag in der ehemaligen DDR szenisch dar.)

Ebenfalls als "kleine Reminiszenz an alte Zeiten" hat der Justizausschuss des Thüringer Landtages die Immunität von Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft Ramelow vor, eines Neonazi-Aufmarsch in Dresden durch eine brutale Sitzblokade gestört zu haben. Ramelow gilt in Thüringen wegen seiner verkrampften Haltung zum Konservatismus als Ossi-Spinner.

Montag, 27. September 2010

Kritik an den neuen Hartz IV-Fuffzich-Sätzen


Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die geplante Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze um fünf Euro pro Monat vehement verteidigt. In der Sendung „Anne Will“ sagte sie am Sonntagabend in der ARD, dass sie zwar Verständnis hätte, dass manche die Erhöhung als zu üppig empfänden. Sie sei aber notwendig, damit die Hartz-IV-Empfänger nicht in großzügigere Länder wie Venezuela oder Kuba abwanderten und somit dem deutschen Prekariat nicht zur Verfügung stünden.

Aber auch von Seiten der Wohlfahrtverbände erfuhr die Regierung Kritik. Dem Vorwurf, dass die Anhebung von 5 Euro für Erwachsene zu gering wäre, hielt von der Leyen entgegen, dass zu diesen 5 € noch 15,5 € hinzukämen, die der Hartz IV-Empfänger dadurch monatlich mehr habe, dass er keine alkoholischen Getränke und Zigaretten mehr benötige. Das macht rund 20 € aus und entspräche damit dem 20-fachen der kalkulierte Ausgaben für Bildung und Kultur, so die Ministerin.