Freitag, 19. März 2010

England trauert...


England trauert um sein berühmtestes Unterhosenmodell. Fußballer-Darsteller David "Spicegirl" Beckham, Manchesters Antwort auf Andi Möller, hat sich irgendwie irgendwas gezerrt, gedehnt oder gerissen. Der introvertierte und kamerascheue Gelegenheitskicker von der britischen Insel, der sein Einkommen gerne auch mal mit Fußballspielen aufbessert (!) zeigte uns exklusiv, wie sich der Unfall abgespielt hat. Beckham: "Ich sagte noch: Pass auf Schatzi, aber wir beiden wußten wirklich nicht, wo so eine Achillessehne überall sein kann!" Seine achte WM-Teilnahme vor dem Fernseher ist durch das Malheur aber nicht gefährdert. "Mein Gott, die vier Vorrundenspiele können wir auch ohne mich versemmeln, spielt hat dieser Rodney oder Roonby ..."

Der Kreissverband Neuwied der Hells Angels stellt sich vor


Bei einer Durchsuchungsaktion im Westerwälder Rockermilieu haben am Mittwochmorgen zwei SEK-Beamte versucht, die Haustür eines tatverdächtigen „Hells Angels“ in Anhausen (Kreis Neuwied) von außen zu öffnen. Der 43-Jährige schoss darauf mit einer 45er Magnum des Anhausener Schützenvereins "SV Anhausen 1843 e.V." von innen ohne Vorwarnung zweimal durch die Tür. Dabei wurde einer der Beamten tödlich getroffen. Der Vorfall hat die Debatte um den Umgang mit Rockgergruppen wie den „Hells Angels“ neu angeheizt, gleichzeitig aber die lange offene Frage beantwortet, wo und wie Rocker vor den Toren des Westerwaldes ihr Zuhause gestalten. Und wenigstens das ist stilistisch wie architektonisch beruhigend.

Dienstag, 16. März 2010

Die Nachrichten vom Tage



Der deutsche Bankenverband BdB will mit einem Nationalen Fonds die Finanzmärkte stabilisieren. Verbandspräsident Andreas Schmitz lehnt die Besteuerung von Finanztransaktionen als eine „Scheinlösung“ weiterhin ab. Sie würde vor allem fiskalischen Zwecken dienen und schmälere die Rendite. Weshalb der Finanzmarkt unbedingt stabilisiert werden soll, konnte Schmitz leider nicht erklären. Dass Steuern bei genauer Betrachtung eigentlich und letztlich doch immer fiskalischen Zwecken dienen, blöderweise aber zugleich irgendwie die Rendite schmälern, vergaß er in seiner Aufregung offenbar auch. In seiner Aussage, dass Steuern prinzipiell „Scheinlösungen“ sind, ist ihm natürlich trotzdem zuzustimmen.



Deutschland gehört mittlerweile zu den drei größten Waffenlieferanten der Welt. Der Umfang der deutschen Rüstungsexporte hat sich innerhalb weniger Jahre verdoppelt. Forderungen nach mehr parlamentarischer Kontrolle wies der FDP-Außenwirtschaftsexperte Martin Lindner zurück und betonte: «Die linken Ideologen wollen offenbar aus Deutschland ein Industriemuseum machen.» Deutschland sei «legal und legitim» zum drittgrößten Waffenexporteur geworden. Und überhaupt stören von Landminen zerfetzte Kinder, von explodierenden Tankwagen getötete Zivilisten, Massengräber und von Phosphorbomben entstellte Menschen weitaus weniger als ein widerwärtiges, abscheuliches und menschenverachtendes Industriemuseum.



Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die notwendigen Schritte in die Wege leiten, um die Erkundung des Salzstocks Gorleben wieder aufzunehmen. Ihm ginge es aber nicht allein, darum für hochradioaktiven Müll ein Endlager, sondern auch um eine geeignete Ruhestätte für Siegmar Gabriel (SPD) zu finden.



Der frühere Berliner Finanzsenator und jetzige Bundesbankdirektor Thilo Sarrazin muss in der SPD bleiben. Diese Entscheidung der Schiedskommission gaben die Berliner Sozialdemokraten am Montag bekannt. Sarrazin hatte mehrfach durch ebenso hirnlose wie verächtliche Hetze gegen Migranten ein Parteiordnungsverfahren provoziert. Das Ziel des Parteiausschlusses konnte er damit aber nicht erreichen. Sarrazins Beiträge sind zwar peinlich und beschämend, aber fallen zwischen dem Gekeife von Geert Wilders, Le Pen, Le Lindner und Le Westerwelle auch nicht weiter auf, so das SPD-Präsidium in Spandau.

Montag, 15. März 2010

WUNST gibt sich geschlagen!


Es musste ja herauskommen und Guido hat es sofort bemerkt. Unser letzter Eintrag war eindeutig homophob! Wie anders konnte man die Kritik an seiner "Familie" auch verstehen. Verpackt als Kritik an der Vetternwirtschaft, die ja sonst auch niemanden stört, wurde dem Leser schnell deutlich, dass wir eigentlich nur etwas gegen Event-Michi und den Rest der liberalen Boygroup haben. Und natürlich hätte sich niemand mokiert, wenn Steinmeier seinen Lover oder Joschka eine von Schröders Frauen auf Lustreisen nach Kabul oder in den Sudan mitgenommen hätte. Nur wenn Guido im Ausland deutsche Panzer für den Wiederaufbau an Chile verkaufen will, wie soll er das verdammt noch mal allein bewerkstelligen! Darum: Mea culpa, wir nehmen unsere Kritik als homophob zurück. Und wo wir schon mal dabei sind: Die klammheimliche Teilnahmslosigkeit am Dahinscheiden von Prinz von Sayn et cetera, dem Erfinder der jüdischen Vermächtnisse war - soviel konsequenz muss sein - antisemitisch.
In diesem Sinn: Shalom, Schwestern!

Samstag, 13. März 2010

Westerwelle: Südamerikatrip war ein Erfolg!


Bundesaußenminister Westerwelle (2.v.r) hat seine Reise nach Südamerika verteidigt und von einem vollen Erfolg gesprochen. Er betonte die außerordentliche Qualität seiner ausschließlich fachlichen Gesprächen mit führenden Experten nicht nur seiner Partei, sondern auch den sie unterstützenden Unternehmen. "Besonders Rio und die Copa Cabana, die waren aber wirklich tolle Erfolge gewesen und wirklich bei seinen Mitreisenden auch richtig gut angekommen." betonte der sichtlich gebräunte Außenminister.

Donnerstag, 11. März 2010

Kehrtwende bei den Liberalen!



Die FDP stellte am Mittwoch auf einem Symposium in Berlin ihr Thesenpapier zur »Neuausrichtung der Sozialpolitik« vor. FDP-Generalsekretär Christian Lindner betonte darin das Ziel einer »fairen« Sozialpolitik. Die zuvor angeregte Zwangsarbeit für Empfänger "staatlicher Transfermittel" wird in dem Thesenpaier nicht weiter verfolgt. "Alle unsere Abgeordneten sind ja Empfänger staatlicher Transferleistungen. Da wären wir ja schön blöd," sagte Lindner am Rande der Veranstaltung. Hartz-IV-Empfänger sollen künftig nur noch eine Pauschale für Wohnung und Heizung erhalten. Weitere Leistungen sollen in Gutscheinen, wie z.B. Rubbellosen oder Freikarten für Karnevalsumzüge, ausgedehnte Spaziergänge oder die nächste Mondfinsternis ergehen. Die Zuverdienstmöglichkeiten für Hartz-IV-Betroffene sollen verbessert werden. Patrick Lindner: "Davon versprechen wir uns eine bessere Auslastung der Obdachlosenunterkünfte und dass endlich das viele Leergut von den Straßen verschwindet!"

Mittwoch, 10. März 2010

Rochade im Berliner Abgeordnetenhaus


In den letzten Tagen gab es heftige Turbulenzen im sonst eher beschaulichen und von häkelnden Müttern dominierten Berliner Abgeordnetenhaus. Den FDP-Abgeordneten Rainer-Michael Lehmann quälte das soziale Gewissen plötzlich so sehr, dass ersich genötigt sah, schon allein um einem Parteiauschluss zuvor zu kommen, zur SPD-Fraktion zu wechseln. Inhaltlich begründete Lehmann das mit der Nähe zur SPD. "Das Büro ist quasi nur drei Türen weiter und im Plenarsaal bin ich jetzt näher an der Kantine. Auch sei es günstig, dass er die Visitenkarten mit dem Fineliner ändern kann, das ist ja nur ein Buchstabe!"
An Bewerbern für den freien Platz auf dem FDP-Stuhl mangelt es nicht, aber ein würdiger Ersatz scheint schon gefunden. Ralf Hillenberg, bis gestern noch bei der SPD, war wegen Verwicklungen um vergabefreie Aufträge an seine Baufirma ins Zwielicht geraten, während er zugleich Vizevorsitzender des Bauausschusses war. "Das ist ein sehr interessanter Mann für uns!", heißt es innerhalb der FDP-Fraktion. Und: "Hillenberg efüllt damit genau unser Anforderungsprofil."