Mittwoch, 15. Dezember 2010

Super! Ab 2013 zahlt jeder!


Die deutschen Ministerpräsidenten haben das neue Rundfunkgebühren-Modell damit besiegelt. Der 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag sieht vor, dass die GEZ-Gebühren ab 2013 einen völlig neuen, geilen Namen („Haushaltsabgabe“) erhalten und von jedem Haushalt eingezogen werden, unabhängig davon, wie viel RTL, Vox, 9live und Al Jazira er guckt oder ob er schon vorher blind war. Der Abschied von einer pro forma geräteabhängigen, tatsächlich aber mehr von der eigenen Blödheit abhängigen Abgabe wird von der Kommission unter der Leitung des Mainzelmännchen Kurt Beck (SPD) als besonders gerecht empfunden: „Jetzt sind alle die Blöden!“ Offen bleibt, ob die bisherigen GEZ-Eintreiber zu Hundefängern, Politessen oder Zeugen Jehovas umgeschult werden. Letzteres gilt als unwahrscheinlich, denn bereits ab 2015 soll nach dem Modell der Haushaltsabgabe eine Zwangsmitgliedschaft bei dieser Religionsgemeinschaft folgen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Bürger profitiert davon, dass er samstagmorgens nicht halbbekleidet in der Haustür stehen muss um Fragen nach Gott zu beantworten. Und die Zeugen Jehovas müssen seltener mit Erfrierungen an den Füßen in deutschen Wartezimmern herumlungern. Auch der ADAC und diverse Buchclubs haben bereits Interesse an der staatlich verordneten Abzocke angemeldet.

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