Dienstag, 9. März 2010

Niebel out of Asia


Militärentwicklungsminister Dirk Niebel hat gestern vor Mitarbeitern (FDP) des von ihm besetzten Ministeriums erklärt, dass es bei der Entwicklungshilfe nicht auf die Menge sondern die - jawoll - Nachhaltigkeit ginge. Während der erste Teil der Aussage durchaus zustimmend zur Kenntnis genommen wurde, da er sich im wesentlichen nicht nur mit unseren Eindrücken von Herrn Niebel, sondern auch mit der Einschätzung von Frau Niebel deckt. Den zweiten Teil der Aussage erläuterte Niebel in Vietnam, wo er sich einen Eindruck von einem Land verschaffte. "Sehen Sie, wir haben diesem Filippino sogar ein ganzes Ministerium gegeben. Der hat Pensionsansprüche für mehrere Generationen, einschließlich seiner beiden Zwillinge und Zwillingszwillinge. Das verstehen wir von der FDP unter nachhaltiger Entwicklungshilfe!"

FDP-Stars erklären die Welt! heute: Christian Lindner


Der Generalsekretär der FDP, Christian "Butter" Lindner hat uns gestern erklärt, warum die Steuer auf spekulative Transaktionen nicht nur schlecht, sondern unfair und unsozial ist. Damit würden „normale Transaktionen, wie der Kauf von Anteilen für eine Riester-Rente, erschwert", so der sympathische Volksmusikant am Rande eines Kaviargelages in Köln-Marienburg. Wichtig sei, das man bei solchen Vorschlägen alle Details im Auge behält: Nicht nur die Umsätze für Spekulationsgeschäfte, die im Jahr 2008 das 50.000-fache des weltweiten Bruttosozialprodukts ausmachten, sondern auch den Umsatz mit Riesterrenten, der im selben Jahr ungefähr die Höhe der täglich eingehenden FDP-Parteispenden betrug. Nur eine Frage konnte der Generalsekretär der FDP nicht beantworte: Wenn die Tobin-Steuer wirklich unsozial und unfair ist, warum steht sie dann nicht im Wahlprogramm dieser Spasspartei????

Guido und sein Eventmanager besuchen Chile!


Bundesaußenwelle Guido ist zu einer mehrtätigen Weinprobe nach Chile aufgebrochen.
"Das ist mal was anderes.", so der Außenminister der FDP vor seinem Abflug. Guido Westerwelle wird von seinem Partner Michael Mronz begleitet. Dieser zeigte sich bei der Landung ehrlich begeistert vom kürzlichen Erdbeben. "Wow! Da ist echt kein Stein auf dem anderen geblieben. Das hätte meine Eventmanagementfirma nicht besser hinbekommen. Nur die Vermarktung ist noch total unprofessionell. Aber da kann ich ja vielleicht was Lukratives an Land ziehen. Nicht wahr, Guido, wo fahren wir denn morgen hin?"

Freitag, 5. März 2010

Neue Beweise gegen Rüttgers


Gegen den seit einigen Wochen unter Druck geratenen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, ist weiteres Material aufgetaucht, welches seine Käuflichkeit belegt. So soll er seinen Namen gegen vier Kisten eines minderwertigen Sekts hergegeben haben. Kurz nach Bekanntwerden konterte Rüttgers in dem er offenlegte, dass auch seine Herausforderin aus der SPD, Hannelore Kraft, Werbung für Analog-Käse mit ihrem Name erlaube. Entsprechendes gelte im übrigen für seinen pfälzischen Kollegen Kurt Beck und sogar für den muselmanischen Gammelfleisch-Grünen Özdemir.



Den meisten Gegenwind bekommt indes ausgerechnet Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Ihr wird vorgeworfen, sich eigentlich nur noch um Mode, Handtaschen und anderen teuren Nippes zu kümmern und anderen ebenso teure Säcke zu vernachlässigen.

Neuer Fall von Sodomie



Kannte man von der katholischen Kirche bisher sodomistische Übergriffe nur im Rahmen von vorweihnachtlichen Live-Krippenspiel mit Eseln, Lämmern und anderen Paarhufern, erschüttern seit heute weitere Protokolle von Priesterbeichten die Öffentlichkeit.

So sollen in Regensburg, Passau und Köln auch Domspatzen von Geistlichen gepimpert worden sein. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck forderte Konsequenzen: Aufklärung dürfe in der katholischen Kirche keinen Platz habe. Besonders aber die possierlichen Spatzen stünden unter seinem besonderen Schutz. Vögeln muss und müssen Tabu bleiben, so der sichtlich erregte Kuttenträger.

Donnerstag, 4. März 2010

EU: Sparprogramm für Griechenland

Die EU-Finanzminister haben dem hochverschuldeten Griechenland ein radikales Sparprogramm auferlegt. So soll der bisherige Grillteller ohne Leber und mit deutlich weniger Tomatenreis auskommen. Tzaziki soll künftig nicht mehr als 25 % Knoblauch enthalten. Die Zahl der traditionell "aufs Haus" gehenden Ouzus soll auf drei Gläser (0,02) je Erwachsener begrenzt werden. Die EU verspricht sich davon eine Ankurbelung der Wirtschaft. EU-Chef Baroso: Griechenland bleibt damit der Drehspiess Europas, jedenfalls solange wie der türkische Döner mit dem Euro nicht frei kovertierbar wird.

Grass jahrelang von Kant bespitzelt.


Deutschlands Nobelpreis- und Schnäuzerträger Günter Grass wurde vom Mauerbau (1961) bis zum Mauerfall (1989) bei seinen Besuchen in der DDR systematisch von der Staatssicherheit (Stasi) bespitzelt. Während dies anfangs Günter Grass durchaus angenehm war ("Schön, dass überhaupt jemand meine Sachen liest") wurde dies in späterer Zeit dem begnadeten Erzähler Grass ("Der Heilbutt", "Die Rohrdommel") eher lästig. Als Informant der Stasi war zuvorderst der in der DDR renommierte Hermann Kant aktiv. Kant wurde am 14. Juni 1926 als Sohn einer Arbeiterfamilie in Hamburg geboren und interessierte sich schon als Jugendlicher für das Lesen fremder Bücher. Er absolvierte nach der Schulzeit eine Lehre als Elektriker, was ihm bei der Montage von Wanzen und Kameras später sehr nützlich war. Als Soldat im Zweiten Weltkrieg geriet er in ein Arbeitslager in Warschau. Die Weigerung der polnischen Wachmannschaften seine Texte ("Die Aula", "Die Mensa", "Die Mädchenumkleide") zu lesen, ließ ihm zum Antifaschisten werden. Zurück in der DDR schloss er eine Mitgliedschaft bei der Stasi nicht kategorisch aus. Als IM Perativ (kurz KI) wurde dieses Prinzip zur Im. Kants persönlicher Ethik. Der katalogisierte Imperativ gebietet allen endlichen vernunftbegabten Wesen und damit allen Menschen, Handlungen darauf zu prüfen, ob sie einem universalisierbaren Marxismus folgen und ob dabei die betroffenen Menschen je auch in ihrer Selbstzweckhaftigkeit berücksichtigt werden.
"Darum sollte sich dieser Grass auch nicht wundern, wenn wir das mal beleuchten", gab Kant heute zu Protokoll. Günter Grass sieht dies naturgemäß anders: "Das sind doch Methoden der Hitlerjugend, ähm, wie man so hört..."